Bài Tường Thuật:
Eine Reise nach Sydney zum Weltjugendtag über Vietnam
 

Kapitel 1 (29.06.08)
Abflug vom Sonntag um 15.20 Uhr Frankfurt - Hanoi mit Vietnam Airline

Zu unserer grossen Gruppe gehören als Veranstalter Cha Tuan und die TeilnehmerInnen Co Lam, Chu Thai, Bac Diep, Cau Phong und ich (Huyen).

Das Check-In verlief problemlos. Die Check-In-Crews waren sehr nett zu uns. Nach dem Check-In hatten wir noch genug Zeit, um uns im Flughafenterminal umzuschauen. Kurze Zeit später kam das Boarding (Einlassen ins Flugzeug), was sehr gut strukturiert war: Erst kamen Ältere, Familien mit Kleinkindern und Businesspassagiere. Danach folgte der Rest nach den Nummern.

Der Flug verlief problemlos, er war bloss sehr lang und das Essen war okay. Der Flugservice war sehr freundlich und nett.

Gegen 8 Uhr morgens (Ortszeit Hanoi) sind wir in Hanoi angekommen. Kurz vor der Landung erfuhren wir eine traurige Nachricht: Deutschland verliert gegen Spanien im EM-Finale. In Hanoi wurden wir sehr herzlich mit Blumen empfangen. Kurze Zeit später nahmen wir ein Grossraum-taxi und fuhren durch Hanoi zu unseren Gastgeber Chu Hoa, wo wir übernachteten und sehr gut essen durften. Er hatte uns mit allen versorgt: vom Trinken bishin zu den Mahlzeiten und frischen Obst. Wir haben mit Chu Hoa einen sehr netten Gastgeber, der übrigens beim WJT 2005 in Köln auch dabei war. P.S.: Er ist noch Single :-)

Kapitel 2 (30.06.08)
Erster Tag in Hanoi

Nachdem wir bei Chu Hoa angekommen sind und uns frisch gemacht haben, haben wir gemeinsam gefrühstückt, um dann kurz darauf eine Tour durch Hanoi zu machen. Als erstes waren wir Geld umtauschen: von Euros in viele viele viele viele VN-Dongs, die wir fast mit dem Rucksack transportieren mussten, so viele waren es. Danach bummelten wir durch Hanoi-City und schauten uns den Markt Dong Xuan an sowie den See Hoan Kiem (See des zurückgegebenen Schwertes). Anschließend gingen wir zur St. Josef-Kathedrale.

Abends haben wir dann zusammen gegessen und nachdem Abendessen haben wir bis spät in die Nacht die Sachen für WJT in Sydney vorbereitet (WJT T-Shirts mit Logo aufbügeln, was sich als etwas komplizierter darstellt). Man stelle sich vor, es ist draussen um die 30 Grad, die Luft ist schwül und man muss im Haus jede Menge T-Shirts mit einem heissen Bügeleisen bügeln. Mit Hilfe von Ventilatoren konnten wir diese Arbeit etwas angenehmer gestalten und meistern. Übrigens sind unsere WJT T-Shirts sehr schön geworden.

Kapitel 3 (01.07.08)
Stadtbesichtigung in Hanoi

Heute schauten wir uns das Mausoleum von Ho-Chi-Minh von aussen an und Pagode Chua Mot Cot (Einsäulentempel).
Wir waren auch in der ältesten und einzigen Universität zur Kaiserzeit (Viet Nam Quoc Tu Giam - Literaturtempel) an. Zur Kaiserzeit durften nur die Hochgelehrten die Universität betreten, um sich auf die Prüfungen vorzubereiten und abzulegen. Als Andenken an die hohen Gelehrten von damals sind in einem Hof innerhalb der Universität zirka 80 Skulpturen von Schildkröten, die eine Tafel auf den Rücken tragen, worin sich die Namen aller bestandenen Prüflinge in den einzelnen Jahrgängen verewigt waren. Kurz nach dem wir auf dem Heimweg waren, trafen wir eine Gruppe von Studenten, die heute ihren Abschluss erreicht haben. Als Andenken haben wir uns mit ihnen unterhalten und Fotos gemacht.

Kapitel 4 (02.07.08 - 06.07.08)
Die große Tour von der Kaiserstadt Hue zurück nach Hanoi an der Bucht entlang

Unsere Tour begann mit einer sehr abenteuerlichen Busfahrt durch die Nacht mit Liegeplätzen. Die Fahrt ging los von Hanoi mit Zwischenhalten bis Hue. Diese Busfahrt dauerte zirka 15 Stunden, welche unsere Vorstellungen von Busreisen völlig sprengte. Die Betten waren zirka einen halben Meter breit und kürzer als Cau Phong, da er die Beine nicht ausstrecken konnte und mit gebeugten Beinen die ganze Fahrt ausharren musste. Man hatte einen Gurt an dem sogenannten Bett, womit man sich festschnallte, um nicht beim jedem Steinloch vom Bett zu fallen. Wir waren überglücklich diese Fahrt heil hinter uns gebracht zu haben. Gegen 9.15 Uhr morgens am 2.7.08 sind wir in Hue angekommen. Dort wurden wir mit einem Grossraumtaxi abgeholt und zum Hotel Huy Hoang gefahren.

Um nicht viel Zeit zu verlieren, machten wir uns kurz frisch, um direkt in die Kaiserstadt von Hue zu fahren. Dort schauten wir uns ein Teil von der Kaiserstadt an und wir konnten uns auch als Kaiser und Kaiserinnen verkleiden. Für eine kurze Zeit waren einige von uns zum Kaiser ernannt worden. Allerdings, wie das hier in Vietnam üblig ist, unter Bezahlung. Man muss heutzutage kein blaues Blut in den Adern haben, um Kaiser oder Kaiserinnen zu werden. Es genügen schon einige Dongs :-) Wir haben auch viele Fotos geschossen (siehe Fotoalbum). Wir stellten aber fest, dass ein Leben als Kaiser oder Kaiserinnen für uns nicht in Frage kommt, denn unter dieser Kaisertracht kamen wir ins Schwitzen, als sässen wir in einer Sauna, so warm war es in dieser Tracht. Jeder von uns war froh, diese Tracht endlich wieder ablegen zu dürfen. In dieser Nacht saßen wir in einem Boot, wo man den klassischen Gesang von Hue lauschen konnte. Ihre Gesänge waren sehr schön, nur leider konnte Cau Phong und ich so gut wie gar nichts davon verstehen. Während die anderen in den Klängen und Worten vertieft waren, konnten Cau Phong und ich nur rätseln, um was es geht. In den Augen von den anderen aus unserer Gruppe konnten wir aber erkennen, dass die Sängerinnen sehr sehr gut waren. Wir haben festgestellt, dass eine der Sängerinnen katholischer Herkunft ist und haben uns mit ihr zur Frühmesse am nächsten Morgen um 5 Uhr verabredet, um ihr als Andenken ein kleines Geschenk zu überreichen: unsere WJT Bibel und eines unserer T-Shirts. Die Messe war sehr angenehm, obwohl es für unsere Verhältnisse in Deutschland sehr früh war.

Nach der Messe stellte sich ein angehener Priester (Thay) sich für uns zur Verfügung, um uns das Geburtshaus von Duc Hong Y Phanxico Thuan zu zeigen. Keine halbe Stunde später begann unsere große Tour von Hue am Meer entlang nach Norden. Unser erster Halt war in Da Nang und Hoi An, wo wir dort die kleinen Städte angeschaut haben. Die Hitze war unerträglich. Zur Abkühlung waren wir auch im Meer, was uns allen sehr gut getan hat. Dort direkt am Meer haben wir zum Früstück eine für diese Region spezielle typische Spezialität “Garnelen-Reis-Suppe” gegessen. Diese war wirklich sehr gut. Gegen Abend setzten wir unsere Fahrt fort nach La Vang, wo wir direkt am Pilgerort von Duc Me La Vang in einem Ordenshaus der Schwester übernachtet haben. Am späten Abend trafen wir uns alle direkt beim Pilgertempel Duc Me La Vang und haben zusammen das Nachtgebet gehalten. Zur selben Zeit gab es eine sogenannte Teufelsaustreibung. Eine junge Frau schien vom Teufel besessen zu sein. All ihre Verwandten sind mit ihr und einem Exorzisten Priester zu diesem Pilgerort gekommen mit der Hoffnung sie von dieser Besessenheit des Teufels befreien zu können. Wir beobachteten das ganze Geschehen mit einer gewissen Furcht aus einer sicheren Entfernung. Aus unserer Sicht gab es bei dieser Sache einen kleinen negativen Nachgeschmack; einige der dort Anwesenden betrachten diese Teufelsaustreibung als eine Art Belustigung und zuckten ihre Handys, um ihren Freunden und Verwandten mit dazu zuholen. Das fanden wir nicht schön. Am nächsten Morgen gingen wir gemeinsam zur Messe, um kurz darauf unsere Tour fortzusetzen.

Wenige Stunden später kamen wir an einem Ort an, dessen Name Dong Phong Nha war, wo wir eine Bootstour durch einen Kanal zu einer Tropfsteinhöhle machten. Die Landschaft war unbeschreiblich schön. Wieder fühlten wir uns wie Japaner und zuckten sofort alle unsere Digicams heraus, um viele viele Fotos zu knipsen :-)
Das Wetter war sonnig und heiss. Die Tropfsteinhöhle war sehr interessant. Was sollen wir grossartig zur Tropfsteinhöhle erzählen? Ich denke, jede Tropfsteinhöhle gleicht der anderen, bis auf kleine Unterschiede in Sachen Wege und Figuren. Gegen Abend sind wir in Thanh Hoa angekommen, wo wir dort in einem Hotel übernachtet haben.

Direkt am Morgen sind wir zur Kathedrale von Thanh Hoa gefahren, wo dort zur Zeit eine Gruppe von zirka 110 Jugendliche im Alter von 11 - 15 oder 16 sich aufhielten. Sie alle kamen von weit her zu diesem Camp (Trai He cua Giao Phan Thanh Hoa). Zu unserer Überraschung haben sie ihren eigentlich Tagesablauf abgebrochen, um uns als Willkommensbegrüßung eine ihrer Tanzshow vorzuführen. Wir alle waren sehr erstaunt und sehr glücklich, wie warmherzig wir von ihnen allen empfangen wurden. Für uns ist dieses schon ein kleines Dai Hoi Gioi Tre. Es tut gut die vielen lachenden Gesichter der Jugendlichen zu sehen. Trotz dieser anstrengenden Fahrt bisher genügte uns das Lächeln in den Gesichtern dieser Jugendlichen, um in uns neue Kräfte für unsere Weiterfahrt zu wecken. Da sie für uns gesungen und getanzt haben, möchten wir auch für ihnen als Dankeschön ein Lied “Wo zwei oder drei....” singen. Die ganze Atmosphäre hat uns so berührt, dass wir zusammen zirka 300 Euro für diese Trai He spendeten. Sie alle freuten sich sehr darüber und bevor wir wieder weiterfuhren, wollten sie plötzlich von uns eine Unterschrift auf ihren T-Shirts haben. Es war sehr witzig wie wir unsere Namen auf ihre T-Shirts verewigten. Wir kamen uns alle wie Superstars vor und Cau Phong wie ein angehender Priester, weil die Kinder immer “Thay” zu ihm sagten :-)

Wir hatten noch zu Mittag gegessen, dann setzten wir unsere Tour fort. Bei unseren nächsten Halt schauten wir uns die Kathedrale von Phat Diem an. Die Kirche war wirklich sehr schön und sehr modern. Dann ging es weiter zur Kirche chinh toa Thai Binh, wo wir eine Führung durch die Kirche erhalten haben. Es war eine sehr alte Kirche, die noch in einem sehr guten Zustand schien. Leider fehlen mir die Informationen, um ausführlichen Detailangaben über die Kirche machen zu können...

Am letzten Tag unserer Hue-Hanoi-Tour kamen wir in der Bucht Ha Long an. Dort haben wir zu Abend gegessen und einen kleinen Spaziergang am Strand entlang von Ha Long gemacht. Am nächsten Morgen haben wir eine Bootstour an der Bucht von Ha Long gemacht, wo wir eines der sieben Weltwunder besichtigen durften: die vielen kleinen Inseln, die wie aus dem Nichts aus dem Meer herausragen. Die Landschaft ist wirklich einizigartig schön. Auch hier machten wir eine Besichtigung durch eine Tropfsteinhöhle Dong Tien Coc, die auch ziemlich anstregend war. Zum einen mussten wir viele Treppen hoch und runterlaufen und zum anderen waren dort so viele Menschen, dass man leicht von der Gruppe abkommen konnte. Aber Cau Phong ist ja ein guter Aufpasser :-) Die ganze Bootsfahrt mit Besichtigung dauerte zirka 2 Stunden. Diese Bucht hat es wirklich in sich, sie ist einfach schön. Nach der Bootstour wurden wir direkt von unseren beiden Fahrern, die übrigens sehr nett und ihre Arbeit sehr gut gemacht haben, abgeholt, um auf direkten Wege nach Hanoi zu fahren, wo Chu Hoa auf uns mit dem Essen wartete. Mit unseren beiden Fahrern hatten wir sehr Glück. Sie waren sehr sehr nett und freundlich und kannten sich gut aus. Wir bedanken uns recht herzlich bei den beiden, dass sie uns gesund und problemlos von Hue nach Hanoi begleitet haben. Zur Abschluss unserer Fahrt haben wir noch am selben Abend gemeinsam mit Chu Hoa einen Dankgottesdienst im Wohnzimmer gefeiert. Uns fehlte an nichts. Obwohl wir nur zu sieben die Messe gefeiert haben, war die Messe sehr schön: sowohl von der Deko als auch von der Stimmung.

Kapitel 5
Saigon

Heute geht es gegen Abend unser Flug nach Saigon, wo wir Verwandten besuchen können.

(Fortsetzung folgt)


  
(Thanh Phong & Huyen)
 
 
 
 
 
 
 
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